CD der Woche KW 15
 James Blunt - The Afterlove

Das neue Album von James Blunt klingt etwas aufgeräumter und moderner als seine Vorgänger...

James Blunt wurde am 22. Februar 1974 als James Hillier Blount im britischen Tidworth geboren. 2005 kam sein Durchbruch mit dem Nummer-1-Hit You’re Beautiful. James Blunt stammt aus einer Familie mit langer Militärtradition; sein Vater diente beim Army Air Corps. Und so kam es, daß auch er zum Militär ging. Nach seiner Ausbildung an der Royal Military Academy Sandhurst wurde Blunt Offizier der Life Guards, diente mit seinem Regiment im Rahmen der KFOR im Kosovo nahm auch als Sargträger an der Beerdigung von Queen Mum am 9. April 2002 teil. Während seines Dienstes im Kosovo schrieb er das Lied "No Bravery". 2002 beendete er seine sechsjährige Dienstzeit als Captain.

Ein Jahr nach Verlassen der Armee unterschrieb Blunt bei EMI Music Publishing als Sänger und Songwriter. Die ehemalige Sängerin der 4 Non Blondes, Linda Perry, die bereits Songs für Pink, Courtney Love und Christina Aguilera geschrieben und produziert hatte, wurde auf ihn aufmerksam. Perry nahm Blunt bei ihrem neuen Label Custard Records unter Vertrag, und er nahm in Los Angeles mit Produzent Tom Rothrock sein Debütalbum "Back to Bedlam" auf.

Seine Debütsingle in Großbritannien war "High". Das Stück schaffte es nicht in die Top 100 der UK-Single-Charts. Trotzdem wurde der Song für einen Vodafone-Werbespot in Italien ausgewählt und dort zum Top-10-Hit.

Sein nunmehr 5.Studioalbum „The Afterlove“ strotzt nur so vor frischen Tönen. So modern klang James Blunt noch nie. Denn "The Afterlove“ ist tatsächlich mal das, was jeder Künstler üblicherweise über sein neuestes Album behauptet: das Wichtigste der Karriere bisher. Nicht, dass es seine vier Vorgänger in den Schatten stellen würde - sie bieten genügend Hitmaterial, aus denen Blunt locker sein erstes Best-of-Album bestücken könnte. Doch auf "The Afterlove" lernen wir einen neuen Blunt kennen - nicht mehr mit romantischen, leicht weinerlichen Gitarrensongs, die ihn berühmt gemacht haben. Stattdessen wagt er jetzt den nächsten Schritt und überzeugt mit dem Einsatz dezenter Elektronik, Dance-Elementen und offenen Karten, was sein Privatleben betrifft. (Etwa im Liebeslied an seine Gattin Sofia Wellesley "Make Me Better").

"Make Me Better" ist, wie auch "Time Of Our Lives", übrigens in Zusammenarbeit mit Ed Sheeran entstanden. Ed ermutigte seinen Kumpel James, "ganz offen aus dem Herzen zu sprechen". Das hat Blunt getan und sich auch noch ein paar Kniffe beibringen lassen, die in seinen Songs für Spannung sorgen - das Wechselspiel zwischen schlichten Einstiegen und sich plötzlich auftürmenden Harmonien.

Darüber hinaus sorgt OneRepublics Ryan Tedder dafür, dass James auf "Love Me Better“ schon fast ein wenig wie Kygo klingt und schiebt auch "Lose My Number" die genau richtig dosierte Menge Elektronik zu. "Someone Singing Along" ist ein Song, der durch seinen Beat besticht, wie das "Bartender“ mit seiner Ausgelassenheit tut - und damit zu einem der stärksten Tracks des Albums zählt.

Doch auch die anderen Songs verdienen Aufmerksamkeit. Gut, wer Blunt nicht mag, der wird wohl auch bei "The Afterlove" kein Fan, denn trotz der Frische, die Blunt hier aufblitzen lässt, bleibt sich der Singer-Songwriter grundsätzlich treu, auch wenn es etwas moderner klingt.




Offizielle Webseite




Titel:

01. Love Me Better
02. Bartender
03. Lose My Number
04. Don't Give Me Those Eyes
05. Someone Singing Along
06. California
07. Make Me Better
08. Time of Our Lives
09. Heartbeat
10. Paradise

 


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